Freitag, 30. Januar 2015

05.12.2014 - Strobl abgestürzt

Wie hatten doch SPIEGEL, ZEIT, WELT, FAZ, BUNTE, STERN, FOCUS, SÜDDEUTSCHE und andere regionale Publikationen gejubelt - über den so modernen Möchte-Kandidaten Thomas Strobl für den baden-württembergischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 (gestählt durch das Berliner Polit-Bad, durch Schwiegervater Schäuble, durch den „CDU-Engel“ Oettinger und den „CDU-Teufel“ Mappus) ...

Man nennt so was ganz einfach: HOCHSCHREIBEN von Personen - aber was dank Berliner Polit-Hitze in die Köpfe so mancher Journalisten nach einer diskutierten Nacht hochgestiegen ist ... das ist ein Art Polit-Rausch (oder auch schlicht Hasch-Wein-Rausch) – hat aber nix mit der realen Politik in Baden-Württemberg zu tun.

Nachdem die Journaille einen neuen CDU-BW-Heiland hochgeschrieben hatte, der so gern mit den Grünen nach 2016 koalieren (wie schon einst Oettinger es wollte und nicht durfte), eine Homoehe, etc. will - gegenüber einem oberschwäbischen Schrat, der schwäbische Oberprovinzler Guido Wolf, verheiratet ist und seine schiefen Gedichte vorträgt (darüber hat sich Strobl lustig gemacht) – kurz gesagt: der Weltmann gegen den Provinzdepp.

Während die BUNTE eine Home-Story über die moderne und kinderlose Ehe der Strobls ausbreitet ... als Gegensatz. Das war alles zu dick aufgetragen – von Thomas Strobl und seiner Frau.

Wenn das die Kampagne eines Polit-Profis Thomas Strobl war – wie einige Journalisten schrieben, dann war das eben nur eine jämmerliche Kampagne, die völlig in die Hosen ging.

Ironie in der Politik – das geht meistens daneben. Vor allem, wenn man sie nicht beherrscht. Thomas Strobl im Szene-Blättle MORITZ am 28.10.2014: "Als evangelischer Franke habe ich eine katholische Südbadenerin geheiratet, damit ist der ganze Spannungsbogen des Landes Baden-Württemberg abgedeckt."

Soll das Ironie sein –oder war das nur pseudo-intellektuelle Anbiederung.

Wenn „Ja“, dann fehlt nur noch zu diesem gedrechselten Satz der Zu-Satz: 'Der Vater meiner Frau ist dazu noch evangelisch und behindert - damit ist für mich der ganze Spannungsbogen des Landes Baden-Württemberg abgedeckt.'

Und jetzt – nach der Wahl der baden-württembergischen CDU-Mitgliedern - können sich die Berliner (Hamburger, Frankfurter, Münchner) Journaille aus Gazetten- und Fernsehstationen überhaupt nicht erklären, was und warum die CDU-Basis in Baden-Württemberg so grausam entschieden hat:

Wolf JA - Strobl NEIN.

Is ja klar - wer Augen und Ohren hatte - und recherchieren wollte, der konnte sehen, hören und spüren, in welche Richtung der baden-württembergische CDU-Zug fährt.

Thomas Strobl hat in seinem Wahn, besoffen von den vielen positiven "ZEIT-FAS-Süddeutsche- SWR-Artikel" und Umfragen, nicht mehr gemerkt, was die CDU-Basis über ihn spricht, denkt und entscheidet ...

Diese CDU-Wahl ist für Thomas Strobl ein ganz schwerer Ikarus-Absturz ... vom Beruf „Schwiegersohn" war in jedem Strobl-Vorab-Jubelartikel viel zu lesen, und Journalisten haben diese und andere süßlichen Worte ihm täglich ins Ohr geträufelt haben (Warum? Weil sie noch mehr interessanten Infos aus der Union wollten!!!! Das ist ihr Job.) ...

Thomas Strobl darf sich nicht wundern, dass seine Parteifreunde ihn jetzt abgestraft haben. Wer sich von Journalisten und Gazetten unterstützen lässt, die mit Strobl eine offensichtliche Propaganda-Kampagne für eine schwarz-grüne Koalition in BW geführt haben (weil sie wissen, Grün-Rot hat in Baden-Württemberg 2016 keine Chance mehr), der musste sich nicht wundern - nach dem Motto: 

Wer mit einer gierigen Journaille ins Bett geht, der riecht morgens nicht mehr wie ein schwarzer MP-Kandidat.

Das haben die baden-württembergischen CDU‘ler gemerkt - und Wolf gewählt.

Oder anders: wer Journalisten nach dem Mund redet (um ihre Unterstützung zu bekommen), der ist schnell als Heuchler gerade von diesen Journalisten erkannt ... Gazetten und TV-Stationen sind auch Märkte für Infos, und Angebot und Nachfrage bestimmen dort den Preis von Politikern...

Ich warte jetzt nur noch, bis in den nächsten Tagen die Kübel voller stinkender Strobl-Geschichten ausgeschüttet werden, die bisher zurückgehalten wurden.

27.11.2014 - Die eitle Kuh

Mit den witzigen Bemerkungen bei Politikern, das ist sehr oft so - als ob die dumme und eitle Kuh, die auf dem Eis elegant tanzen will ...Oder besser gesagt: Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis ....
SIEHE AUCH:
Thomas Strobl, Heilbronner CDU-Bundestagsabgeordneter, der Ministerpräsident  in Baden-Württemberg werden will, der sagt doch im Szene-Blättle MORITZ am 28.10.2014: "Als evangelischer Franke habe ich eine katholische Südbadenerin geheiratet, damit ist der ganze Spannungsbogen des Landes Baden-Württemberg abgedeckt."
Ist das einer der Strobl-Witze der pseudo-intellektuellen Anbiederung? Wenn JA, dann fehlt nur noch der Zu-Satz: 'Der Vater meiner Frau ist dazu noch evangelisch und behindert - damit ist für mich der ganze Spannungsbogen des Landes Baden-Württemberg abgedeckt.'

20.11.2014 - Goethe

Protestantische Antisemitismus in Heilbronn - von der Reformation bis 1830 (400 Jahre evengelische Tradition):

Johann Wolfgang von Goethe in Heilbronn, Tagebuch-Eintrag am 28. August 1797: "... Die Menschen sind durchaus höflich und zeigen in ihrem Betragen eine gute natürliche stille bürgerliche Denkart. Es werden keine Juden hier gelitten..."

19.11.2014 - JOOP 17/70

Wolfgang Joop ist 70 geworden. 

Der WDR hat einen komischen Fernsehfilm über ihn gemacht. Einen Film aus der deutschen Biedermeier-Republik Angela Merkels. Ein Film über "die neuen Kleider des Kaisers" ... 

Über einen 70-jährigen Mann, der sich als 17-jähriger schminkt und kostümiert - und parfumiert spricht ... und keiner der Filmemacher sagt, dass dieser Joop sich vor dem Fernsehpublikum grandios lächerlich gemacht hat.

Eine bundesrepublikanische Commedia dell'arte-Komödie mit starren Masken, die verdeutlichen wollen: das ist alles ganz NORMAL in Deutschland. 

Hölderlin: "Wem kein Leben / ohne Bewegung / ist dem ist / festgehalten zu / werden schlimmer / schlimmer noch / als der / Tod." 

Wer sich als 17-Jähriger vorstellen will - und dem Publikum verdeutlichen möchte, das sei sein wahres Lebensbild, der ist nur eine fürchterliche lächerliche Figur - eine Beleidigung der Natur ... 

Und wenn das deutsche Publikum zu dieser Lüge auch noch Beifall klatschen soll, weil sie das alles per Rundfunk-Gebühren, bezahlt haben, also bestellt haben ...  denn nenne ich das schlicht: eine grandiose Verarschung des deutschen Fernsehpublikums.

Wie anders ist doch der deutsch-französische Modemacher Karl Lagerfeld in Paris. Ganz Hanseat - und trotz, oder vielleicht gerade deshalb, wegen seiner höchst eigenen Art und Weise stets sehr, sehr, sehr unterhaltsam ... 

Eben - ein Könner.

Dass Mode etwas mit Stil zu tun hat, wird bei Lagerfeld ganz deutlich. Ebenso der Wert bürgerlicher Bildung und Tugenden, die bei ihm einen Quell darstellt, aus dem sich ein Leben lang schöpfen lässt. DANKE.

Sonntag, 25. Januar 2015

18.11.2014 - Ernst Jünger



EIN GRANDIOSER MANN UND SCHRIFTSTELLER
Der Schriftsteller Heiner Müller sah bei Ernst Jünger "ein Jahrhundertproblem". - „Bevor Frauen für ihn eine Erfahrung sein konnten, war es der Krieg", schrieb Müller.

„Jünger hat täglich Geheimnisse entdeckt und genannt“, würdigte Botho Strauß. 

Und Alfred Andersch urteilte 1975 über Ernst Jünger: "Für das ... immerwährende rechtsgerichtete CDU-Bürgertum ... ist Jünger, den solche Leute niemals genau lesen, ganz einfach ein nationaler und konservativer Mann, dem Unrecht zugefügt wurde. Daran ist so viel wahr: Unrecht ist ihm geschehen; ein nationaler Mann ist er nicht, sondern er war einmal ein fürchterlicher Nationalist (ein Nationalist zum Fürchten!), heute ist er ein milder Patriot und Anhänger eines Weltstaats; ... konservativ war er nie. Niemals. Sein radikalstes Buch, "Der Arbeiter", ist das Gegenteil eines konservativen Buches; es ist eine bolschewistische Phantasie mit nihilistischem Vorzeichen."

09.11.2014 - Synagoge

PROTESTANTSCHE HEUCHLER IN HEILBRONN -
evangelischer Heilbronner OB UND PRÄLAT
 

Ich hatte in der achtziger Jahren und am 29. Mai 1996 / bzw. 20.09.1995
über die Heilbronner Synagoge geschrieben.
 

Der Synagogen-Platz neben der Heilbronner Hauptpost wurde nach dem Kriege verkauft (zum Kino-Unternehmer) – von der württembergisch-jüdischen Gemeinde in Stuttgart.  

Heilbronn (besser viele in Heilbronn wissen und wussten) weiß, wer die Synagoge 1938 an der Allee angezündet hatte – vor allem welche Heilbronner SA-Männer. Also echte Heilbronner (NSDAP-)Volksgenossen. Vor allem jene SA-Männer, die von den Parteien SPD und KPD zwischen 1933 bis 1937 zu den Nazis kamen.  

Wer als Journalist nach dem Krieg nachfragte, dann schwiegen die Vertreter der Stadt – bzw. der beiden Parteien KPD und SPD. Und die Protestanten schwiegen auch - heftig. Obwohl sie wußten ganz genau, was Martin Luther über die Juden gesagt und geschrieben hatte – purer protestantischer Antisemitismus. Die Nazis in Heilbronn hatten mit den Luther-Worten Propaganda gemacht.  

Die Heilbronner Protestanten waren in der Mehrzahl keine Nazi-Gegner. Die evangelischen Kirchen in Heilbronn waren brave ev. Reichskirche-Unterstützer – und Nazi-Diener. Die Protestanten in Heilbronn, vor allem ihr Regionalbischof (Prälat), heucheln heute.  

Der Prälat hat sich bisher kaum für die verfolgten Christenmenschen im Orient eingesetzt. Auch nicht für andere verfolgte Religionen / Stämme im ehemaligen Osmanischen Reich: Kurden, Schiiten, christliche Orthodoxen, etc..

Im Gegenteil: die deutschen Protestanten wehren sich gegen die christliche Kirchen-Geschichte, ob sie nun negativ und positiv war. Ihre (ev.) Kirchen-Geschichte beginnt mit dem Antisemiten Luther. Christliche Geschichte und Tradition – ist nahezu zweitausend Jahre auch "Antisemitismus".  

Darüber muss nachgedacht werden – und nicht einfach über die europäische Juden-Geschichte verlogen schwadroniert wird ... In Heilbronn durften bis ins 19. Jahrhundert Juden nicht wohnen, Bürger werden. Schuld waren der Rat der Stadt und die Protestantische Kirche Heilbronns ... das verschweigen ev. Prälat und der ev. OB Mergel tunlichst. Einfach - üble Heuchler.

08.11.2014 - Anschlag

Ein Anschlag auf eine Moschee oder eine Synagoge - welch ein Riesen-Aufschrei wäre aus Deutschland zu hören... aber es war ja nur eine christliche Kirche in Berlin ...“Feuer in Kirche: „Ich bin schockiert über den Anschlag" - Am Sonnabend wurde ein Anschlag auf das Gotteshaus der Kopten in Lichtenberg verübt. Zuvor wurde vier Mal eingebrochen. Die Gemeindemitglieder sind verunsichert. Ein Besuch beim Gottesdienst“ …(tagesspiegel.de)