Wie hatten doch SPIEGEL, ZEIT, WELT, FAZ, BUNTE, STERN, FOCUS, SÜDDEUTSCHE und
andere regionale Publikationen gejubelt - über den so modernen
Möchte-Kandidaten Thomas Strobl für den baden-württembergischen
CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 (gestählt durch das Berliner
Polit-Bad, durch Schwiegervater Schäuble, durch den „CDU-Engel“ Oettinger und
den „CDU-Teufel“ Mappus) ...
Man nennt so was ganz einfach: HOCHSCHREIBEN von Personen - aber was dank Berliner Polit-Hitze in die Köpfe so mancher Journalisten nach einer diskutierten Nacht hochgestiegen ist ... das ist ein Art Polit-Rausch (oder auch schlicht Hasch-Wein-Rausch) – hat aber nix mit der realen Politik in Baden-Württemberg zu tun.
Nachdem die Journaille einen neuen CDU-BW-Heiland hochgeschrieben hatte, der so gern mit den Grünen nach 2016 koalieren (wie schon einst Oettinger es wollte und nicht durfte), eine Homoehe, etc. will - gegenüber einem oberschwäbischen Schrat, der schwäbische Oberprovinzler Guido Wolf, verheiratet ist und seine schiefen Gedichte vorträgt (darüber hat sich Strobl lustig gemacht) – kurz gesagt: der Weltmann gegen den Provinzdepp.
Während die BUNTE eine Home-Story über die moderne und kinderlose Ehe der Strobls ausbreitet ... als Gegensatz. Das war alles zu dick aufgetragen – von Thomas Strobl und seiner Frau.
Wenn das die Kampagne eines Polit-Profis Thomas Strobl war – wie einige Journalisten schrieben, dann war das eben nur eine jämmerliche Kampagne, die völlig in die Hosen ging.
Ironie in der Politik – das geht meistens daneben. Vor allem, wenn man sie nicht beherrscht. Thomas Strobl im Szene-Blättle MORITZ am 28.10.2014: "Als evangelischer Franke habe ich eine katholische Südbadenerin geheiratet, damit ist der ganze Spannungsbogen des Landes Baden-Württemberg abgedeckt."
Soll das Ironie sein –oder war das nur pseudo-intellektuelle Anbiederung.
Wenn „Ja“, dann fehlt nur noch zu diesem gedrechselten Satz der Zu-Satz: 'Der Vater meiner Frau ist dazu noch evangelisch und behindert - damit ist für mich der ganze Spannungsbogen des Landes Baden-Württemberg abgedeckt.'
Und jetzt – nach der Wahl der baden-württembergischen CDU-Mitgliedern - können sich die Berliner (Hamburger, Frankfurter, Münchner) Journaille aus Gazetten- und Fernsehstationen überhaupt nicht erklären, was und warum die CDU-Basis in Baden-Württemberg so grausam entschieden hat:
Wolf JA - Strobl NEIN.
Is ja klar - wer Augen und Ohren hatte - und recherchieren wollte, der konnte sehen, hören und spüren, in welche Richtung der baden-württembergische CDU-Zug fährt.
Thomas Strobl hat in seinem Wahn, besoffen von den vielen positiven "ZEIT-FAS-Süddeutsche- SWR-Artikel" und Umfragen, nicht mehr gemerkt, was die CDU-Basis über ihn spricht, denkt und entscheidet ...
Diese CDU-Wahl ist für Thomas Strobl ein ganz schwerer Ikarus-Absturz ... vom Beruf „Schwiegersohn" war in jedem Strobl-Vorab-Jubelartikel viel zu lesen, und Journalisten haben diese und andere süßlichen Worte ihm täglich ins Ohr geträufelt haben (Warum? Weil sie noch mehr interessanten Infos aus der Union wollten!!!! Das ist ihr Job.) ...
Thomas Strobl darf sich nicht wundern, dass seine Parteifreunde ihn jetzt abgestraft haben. Wer sich von Journalisten und Gazetten unterstützen lässt, die mit Strobl eine offensichtliche Propaganda-Kampagne für eine schwarz-grüne Koalition in BW geführt haben (weil sie wissen, Grün-Rot hat in Baden-Württemberg 2016 keine Chance mehr), der musste sich nicht wundern - nach dem Motto:
Wer mit einer gierigen Journaille ins Bett geht, der riecht morgens nicht mehr wie ein schwarzer MP-Kandidat.
Das haben die baden-württembergischen CDU‘ler gemerkt - und Wolf gewählt.
Oder anders: wer Journalisten nach dem Mund redet (um ihre Unterstützung zu bekommen), der ist schnell als Heuchler gerade von diesen Journalisten erkannt ... Gazetten und TV-Stationen sind auch Märkte für Infos, und Angebot und Nachfrage bestimmen dort den Preis von Politikern...
Ich warte jetzt nur noch, bis in den nächsten Tagen die Kübel voller stinkender Strobl-Geschichten ausgeschüttet werden, die bisher zurückgehalten wurden.
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